Spendenaufruf
Hilfe für die Opfer der Überschemmung...
„Wenn die Stürme das Dach verziehen, bleibt nur Menschlichkeit als Heim".
Wir bitten um Ihre Hilfe, dass diese Menschen bald wieder ein Heim aufbauen können.
Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe in Indonesien
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Franziskanerinnen von Reute e.V.
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Franziskanerinnen von Reute e.V.
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Verwendungszweck jeweils: Katastrophenhilfe Indonesien
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25. Dezember 2025
Weihnachten im Flüchtlingslager: Ein Fest der Hoffnung
Die schweren Überschwemmungen in Sumatra haben viele Familien gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. In diesem Jahr feierten sie Weihnachten nicht in einer Kirche, sondern in einem Notzelt des Flüchtlingslagers Hutanabolon -Tapanuli Tengah, rund zehn Kilometer von Pandan entfernt. Trotz der einfachen Bedingungen wurde das Zelt zu einem Ort des Trostes und der Gemeinschaft.
Pater Purwo OSC sowie mehrere Schwestern begleiteten die Geflüchteten an Heiligabend. Ein kleiner Weihnachtsbaum mit einfachen Lichtern und ein provisorischer Altar verliehen der Feier eine stille Würde. Regen und Wind machten die Nacht kühl, doch die Schwestern brachten Wärme, indem sie den Kindern rote Weihnachtsmützen schenkten und ihnen ein Lächeln zurückgaben.
Am Morgen des 25. Dezember kehrten die Schwestern und einige Fratres ins Lager zurück, um mit den Kindern zu singen, zu tanzen und zu spielen. Die fröhlichen Stimmen der Kinder erfüllten das Lager und brachten für einen Moment Leichtigkeit in eine Zeit voller Unsicherheit. Für viele Eltern war dieses Lachen ein Zeichen neuer Hoffnung.
Diese Weihnachtsfeier im Flüchtlingszelt zeigt eindrucksvoll, dass die Botschaft von Liebe, Nähe und Solidarität gerade in Zeiten der Not besonders spürbar wird. Das Licht des Weihnachtsbaums wurde zu einem Symbol dafür, dass Hoffnung selbst unter schwierigsten Umständen weiterleuchtet. (Sr. Evelyn)
18. Dezember 2025
Zuversicht in Pandan und Sibolga – doch die Sorgen bleiben
Am 16. Dezember 2025 konnte Sr. Evelyn mit Sr. Natalia, der Verantwortlichen des Konvents San Damiano, dem Mutterhaus in Pandan, sprechen. Die Schwestern sind wohlauf, doch die Sorge bleibt – besonders in den Nächten, wenn der Regen fällt und die Gefahr neuer Überschwemmungen oder Erdrutsche droht.
„Das Mutterhaus ist inzwischen zu einem Herzstück der Hilfe geworden. Menschen aus vielen Orten bringen ihre Spenden dorthin oder holen Hilfsgüter ab. In den letzten Tagen erreichten uns Unterstützung aus den Pfarreien Kabanjahe, Tiga Binanga und St. Franziskus Berastagi (Bistum Medan). Auch Wohltäterinnen und Wohltäter aus Jakarta und Medan vertrauen uns Schwestern täglich ihre Hilfe an, damit diese direkt zu den Betroffenen gelangt“, berichtet Sr. Natalia.
Nach über zwei Wochen mit trübem Wasser konnte der verschüttete Tiefbrunnen von dem Kapuziner-Bruder Cyprianus und seinem Team freigelegt und repariert werden. Endlich steht der Gemeinschaft wieder sauberes Wasser zum Trinken und Kochen zur Verfügung. Die Postulantinnen und der Konvent St. Klara sind weiterhin auf das Mutterhaus angewiesen, da ihre Leitungen noch nicht vollständig funktionieren. Mehrere Wassertanks wurden angeschafft, um die Versorgung zu erleichtern.
Mit unermüdlichem Einsatz gehen die Schwestern von Haus zu Haus, verteilen Hilfsgüter und kochen für die Menschen in den Notunterkünften. Doch die Lage bleibt angespannt: Grundnahrungsmittel sind knapp und teuer, da die Transportwege von Medan nach Sibolga noch nicht vollständig wiederhergestellt sind.
Seit dem 10. Dezember ist die Grundschule St. Franziskus wieder geöffnet – wenn auch eingeschränkt. Viele Kinder tragen notdürftige Kleidung, da ihre Uniformen durch die Flut zerstört wurden. Die Realschule und Oberschule bleiben geschlossen, bis die Klassenräume und Möbel gereinigt und repariert sind.
Viele Familien kämpfen weiterhin mit den Folgen: Sie reinigen ihre Häuser vom Schlamm, doch das Kochen ist oft nicht möglich, da Küchenutensilien zerstört wurden. Erste kleine Gasherde konnten bereits verteilt werden. Gleichzeitig herrscht tiefe Trauer: Drei Wochen nach dem Erdrutsch in der Nähe des Klosters San Damiano wurde ein Opfer von den Rettungskräften geborgen – ein schmerzlicher Moment für die Angehörigen.
Seit dem 26. November feiern die Schwestern jeden Morgen die Eucharistie in der Kapelle St. Franziskus. Diese Feier ist für sie Quelle von Kraft, Glauben und Hoffnung. Trotz aller Müdigkeit bleiben sie voller Einsatzbereitschaft und danken von Herzen für die Unterstützung, die Gebete und die Solidarität, die sie von so vielen Seiten erfahren. (Sr. Evelyn)
11. Dezember 2025
Die verheerenden Auswirkungen der Unwetterkatastrophe in Südostasien zeigen sich zunehmend. In der Sitzung des Generalrats am 9. Dezember hat Sr. M. Evelyn Ziliwu über die Lage in Indonesien berichtet. Auf Sumatra gibt es nach der Überschwemmungskatastrophe ca. 1.000 Tote und noch deutlich mehr Vermisste. Hunderttausende Menschen sind ohne Obdach. Das Mutterhaus unserer indonesischen Mitschwestern steht noch, aber Teile davon sind von einem schweren Erdrutsch betroffen. Die Schule ist mit Schlamm gefüllt, Bücher und Einrichtung sind zerstört.
Seit dem 8. Dezember ist der Erzbischof von Medan, Mgr. Kornelius Sipayung, mit 30 Männern bei den Schwestern in Pandan. Sie kamen mit LKWs und haben Kleidung und Lebensmittel mitgebracht. Die Schwestern kümmern sich um die Verteilung. Die Trinkwasserversorgung ist zerstört, aktuell leisten deshalb die Kapuziner vor Ort mit einem täglichen Wassertransport via Pick-up essentielle Nothilfe. Die Stromversorgung funktioniert seit 9. Dezember wieder. So können die Schwestern zweimal täglich bis zu 1.000 Portionen Reis für die Menschen im Umfeld kochen.
Generaloberin Sr. Maria Hanna konnte am 9. Dezember mit Sr. M. Sesilia sprechen. Sie berichtet: „Die Situation in Pandan ist schrecklich. Nach wie vor toben Sturm und Monsunregen. Täglich werden neue Bäume und Erdlawinen vom Berg her vor dem Mutterhaus angeschwemmt. Alle leben in der Angst, dass noch mehr vom Berg wegbricht. Das ganze Haus ist voller Menschen, die Hab und Gut verloren haben. Die Situation ist sehr belastend, die Schwestern müssen auch immer wieder Tote aus den Erdmassen bergen. Die Kapuziner, die täglich frisches Wasser anliefern und verteilen, helfen den Schwestern bei der Beerdigung. Nach wie vor halten Sturm und Monsunregen an, die Angst vor weiteren Wassermassen und Erdrutschen lässt niemanden schlafen.“
In Deutschland ist derweil die Spenden- und Unterstützungsbereitschaft enorm. Wir danken allen, die etwas gegeben haben, um die erste Not zu lindern. So gingen bislang schon mehr als € 30.000 an Spenden ein. Diese werden zur Soforthilfe, wie bspw. den Kauf von Lebensmitteln und medizinischem Material durch die Schwestern vor Ort eingesetzt. Darüber hinaus müssen Aufräumarbeiten sowie der spätere Wiederaufbau finanziert werden.
3. Dezember 2025
Erste Hilfe aus Medan: Die lange Reise nach Sibolga
Während Straßen von Schlamm und umgestürzten Bäumen blockiert sind und Brücken noch immer unpassierbar bleiben, erreicht ein Bus voller Hilfsgüter nach einer 16-stündigen Fahrt endlich die Küstenstadt Sibolga. Am Steuer dieser ersten Hilfsaktion steht Sr. Petronela, eine Franziskanerin aus Sibolga, die als Leiterin des Mädcheninternats in Medan arbeitet.
Mit großer Entschlossenheit hatte sie in Medan Lebensmittel und Kleidung gesammelt: Reis, Eier, gebrauchte Kleidung, Nudeln und andere lebenswichtige Güter. Gemeinsam mit freiwilligen Helfern machte sie sich auf den langen Weg über Aceh, da die direkte Verbindung von Tarutung nach Sibolga noch immer zerstört ist. Kaum angekommen, organisierten die Schwestern von San Damiano die Verteilung. In der Aula des Landkreises, an der Grundschule St. Franziskus und am Gymnasium St. Franziskus erhielten die Flutopfer Kleidung und Nahrungsmittel. Gleichzeitig wurde eine Großküche eingerichtet: Täglich werden dort rund 1.000 Geflüchtete mit warmen Mahlzeiten versorgt – eine Aufgabe, die die Schwestern gemeinsam mit Frauen aus der Pfarrei und jungen Postulantinnen bewältigen.
Ein Hoffnungsschimmer kam auch durch den Besuch von Präsident Prabowo: In den Städten Pandan und Sibolga konnte die Stromversorgung wiederhergestellt werden, während viele Dörfer weiterhin im Dunkeln liegen. Erste Mobilfunksignale sind zurück, doch nur über das Satellitennetz Starlink ist eine stabile Internetverbindung möglich. Neben der Kirche vor Ort haben auch das Bistum, Caritas und weitere Hilfsorganisationen begonnen, Unterstützung zu leisten. Doch die Not bleibt groß: Familien ohne Dach über dem Kopf, Kinder, die in Notunterkünften schlafen, und Mütter, die ihre Babys mit den letzten Vorräten beruhigen.
Ein Appell an die Solidarität
Doch um die Zukunft Sibolgas zu sichern, braucht es mehr helfende Hände. Jede Spende – sei es Reis, Kleidung, Medikamente oder finanzielle Unterstützung – kann das Leben der Betroffenen verändern. Sibolga braucht uns. Lassen Sie uns gemeinsam Hoffnung schenken. (Sr. Evelyn)
1. Dezember 2025
Hoffnung inmitten der Flut
Nach Tagen der Isolation gelang es erstmals, die Schwestern in Pandan zu erreichen. Sr. Dominika machte sich am 29. Nov.25 auf den Weg nach Sibolga, um ein Telefonsignal zu finden, und schilderte die Notlage:
- kein Strom, keine Telefonverbindungen, kaum sauberes Wasser und Treibstoff.
- Schulen, das Postulatshaus und Seminare wurden überflutet, Straßen und Brücken zerstört
- neben unseren Gebäuden wurden ca. 50 Häuser durch den Bergrutsch zerstört und weggespült.
Gerade am Gedenktag der Seligen Gute Beth (25.11.) von Reute sollte die Ewige Profess von sechs Schwestern gefeiert werden. Trotz der Katastrophe fand die Feier in der Kirche St. Josef statt – schlicht, ohne Strom und Lautsprecher, doch getragen von tiefer Würde und bewegender Gemeinschaft.
Seit dem Erdrutsch und der Überschwemmungen stehen die Schwestern den Menschen unermüdlich bei. In San Damiano und der Franziskus-Grundschule versorgen sie täglich über 600 Hochwasseropfer mit Mahlzeiten. Gemeinsam mit den Kapuzinerbrüdern und der Gemeinde Sibolga übernehmen sie eine wichtige humanitäre Aufgabe.
Die Schwestern aus Padangsidimpuan bringen Medikamente und Lebensmittel in schwer betroffene Gebiete. Wir danken allen, die durch Gebete, Solidarität und Unterstützung verbunden bleiben. Auch wenn Wege und Kommunikationslinien unterbrochen sind – der Geist der Nächstenliebe bleibt lebendig und schenkt Hoffnung.
Obiges berichtet Sr. Evelyn Ziliwu nach der ersten möglich Kontaktaufnahme mit den Schwestern in Indonesien. (Sr. Evelyn)
25. November 2025
Verheerende Unwetter haben in mehreren Regionen Nord-Sumatras unermessliches Leid verursacht. Tagelanger Starkregen, Monsunfluten und Erdrutsche haben Häuser, Straßen, Brücken und ganze Dörfer unter sich begraben. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben, viele werden noch vermisst. Hunderte Familien stehen vor dem Nichts. Die Infrastruktur ist großflächig zerstört, Mobilfunknetze sind zusammengebrochen, und viele Ortschaften sind weiterhin kaum erreichbar.
Auch unsere Mitschwestern in Indonesien, die seit vielen Jahren im Dienst an den Menschen stehen, sind mitten in der Katastrophenregion und von ihr betroffen. Die Bilder, die sie uns via Messenger zugesendet haben, bevor die Kommunikation abbrach, zeigen, wie Häuser fortgerissen werden und Menschen verzweifelt Schutz suchen. Aktuell haben wir keinen Kontakt mehr zu den indonesischen Mitschwestern, werden Sie jedoch an dieser Stelle über alle Neuigkeiten informieren.
Was können wir tun?
Wir Franziskanerinnen von Reute wollen helfen:
• den Ärmsten der Armen vor Ort unmittelbar beistehen,
• schnell und unbürokratisch Soforthilfe ermöglichen,
• Hilfe zur Selbsthilfe leisten – jetzt in den ersten Krisentagen und später beim Wiederaufbau,
Unser Ziel ist es, die Schwestern unserer selbstständig gewordenen Region zu unterstützen, die die Lage am besten einschätzen können und wissen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Ihre Arbeit und ihr Einsatz vor Ort sind entscheidend, um Struktur, Versorgung und erste Sicherheit herzustellen.
Mit Ihrer Spende helfen Sie unmittelbar:
• Nothilfe für obdachlose Familien
• Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Hygieneartikel
• Medizinische Erstversorgung
• Unterkünfte für Evakuierte
• Unterstützung der Schwestern bei der Koordination vor Ort
• Vorbereitung des späteren Wiederaufbaus
Jeder Beitrag – groß oder klein – hilft, Leid zu lindern und neue Hoffnung zu schenken.
Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe in Indonesien
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Verwendungszweck jeweils: Katastrophenhilfe Indonesien
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Bis 300 € Spendenbetrag gilt als Bestätigung. Wenn Sie eine Zuwendungsbescheinigung benötigen, bitte auch Ihre Adresse vermerken.
Videoclip und Bild Quelle privat Sr. Evelyn