Franziskanische Gastfreundschaft

„Wenn es dir gut tut, dann komm!“

Gastfreundschaft ist bereits in der Bibel grundgelegt. Sie war für Franziskus eine prägende Haltung. Er lebte brüderlich, einfach und arm wie Jesus. Er war auf die Gastfreundschaft der Menschen angewiesen, die ihn einluden und ihm zu essen gaben.
Er selbst teilte mit den noch Ärmeren, die zu ihm kamen. Was Franziskus im Herzen trug und was er geben konnte, verschenkte er und ließ auch sich beschenken.

Betrachten wir Franziskus, so erinnert er an Christus mit seinen offenen Augen, seinen offenen Händen und seinem offenen Herzen. So ist Jesus den Menschen begegnet. Franziskus hat sich von Christus ansprechen lassen und hat diese Haltung in seinem Leben verinnerlicht. Durch das Beispiel Jesu ist im Leben des Heiligen eine offene, wertschätzende und heilende Begegnung auf Augenhöhe ein Grundwert franziskanischer Lebensweise geworden.

Das ist die Einladung an uns, dass wir mit der gleichen offenen Haltung einander und den Menschen, die zu uns ins Kloster und Bildungshaus kommen, begegnen. Die franziskanische Spiritualität vermittelt uns eine Haltung, durch die Begegnung auf Augenhöhe geschieht und im anderen die Schwester und den Bruder sieht und sie freundlich und liebenswürdig aufnimmt. Wir wollen einander Ansehen und Wertschätzung geben und dem „Bruder Leib“ Gutes tun.