Tsunami/ Flutkatastrophe in Indonesien, Dezember 2004
Die Naturkatastrophe am 26. Dezember 2004 brachte Tausende von Menschen in große Not. Viele verloren ihre Familien und ihr gesamtes Hab und Gut.
Der Tsunami löste hierzulande und weltweit große Hilfsbereitschaft aus, durch die wir das Überleben vieler Menschen vor Ort sichern konnten, zunächst durch die lebensnotwendige Soforthilfe.
Inzwischen konnte auch der größte Teil der Wiederaufbaumaßnahmen in Angriff genommen werden. Dafür danken wir den vielen Spendern ganz herzlich!
Der langfristige und nachhaltige Aufbau wird noch Jahre in Anspruch nehmen. Für einige Projekte sind bereits konkrete Pläne vorhanden, andere sind sie noch in Planung. Die Gestaltung der Finanzierungs- und Ablaufpläne geschieht mit Partnern vor Ort. Die Abwicklung wird von Deutschland aus begleitet.
Glücklicherweise wurde von der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz P. Heinrich Terfrüchte ab Januar 2007 für drei Jahre freigestellt, um den Aufbau unserer größten Station Idanö Gawo/Tetehösi vor Ort zu leiten.
In Zusammenarbeit mit der Diözese Sibolga und dem dort neu errichteten Caritasverband sind folgende Maßnahmen für die Aufbauhilfe initiiert und mit den Spendengeldern finanziert:
- Aufbau einer Infrastruktur z. B. zuverlässige Strom- und Wasserversorgung
- Aufbau eines Kommunikationsnetzes
- Aufbauhilfe für ein funktionierendes Gesundheitswesen: Polikliniken, Entbindungsstationen, Errichtung von Ambulanzen usw. (der laufende Betrieb solcher Einrichtungen muss über einen langen Zeitraum finanziert werden)
- Ausbildung und Bezahlung des dafür notwendigen Personals wie Ärzte und Krankenschwestern
- Aufbauhilfe im Bildungssektor: Einrichtung von Grundschulen
- Investition in weiterführende Schulen und verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten
- Hilfe zur Existenzgründung: Boote für Fischer, Reisfelder, Nutztiere für Landwirte
- Besondere Maßnahmen für Frauenbildung in Form von ländlich –hauswirtschaftlichen Schulen. Viele der Frauen sind Analphabeten.
- Weitere Aktionen, deren Notwendigkeit sich vor Ort ergeben


