Franziskanerinnen von Reute
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"Das unglaubliche Wirken der Schwestern" - ein Dank: 50 Jahre Kinderkrankenhaus St. Nikolaus

„Kirche und Stadt sind heute Abend vereint und wir wollen Danke sagen…“, mit diesen Worten begrüßte OB Vogler Schwestern, Gemeinderatsmitglieder und die beiden Vertreterinnen der St. Elisabeth-Stiftung. 23 Schwestern, die im Kinderkrankenhaus St. Nikolaus (NK) tätig waren, waren der Einladung zu einem `kleinen Empfang´ ins Ravensburger Rathhaus mit Freude gefolgt.
Bereits im Bus wurde von früher erzählt und OB Vogler würdigte das Wirken der Schwestern, die zum Teil die gesamten 50 Jahre im NK erlebt haben mit den Worten: „Vor Ihrem Wirken kann man sich nur mit großer Achtung verneigen. Sie hatten damals keinen 8-Stunden-Tag, nein, sie waren rund um die Uhr für die kranken Säuglinge und Kinder da.“





Über 1580 Schwestern seien seit der ersten Filialgründung in Ravensburg tätig gewesen. Begonnen mit der häuslichen Krankenpflege, die zur erst zur katholischen, dann zur ökumenischen Sozialstation wurde, über die Gründungen vom Heilig Geist Spital, Bruderhaus, die Kleinkinderschule und das Josefshaus bis hin zum Bau des EK und schließlich 1918 die Gründung des Kinder-krankenhauses St. Nikolaus (damals noch in der Kapuzinerstraße). Doch wichtiger, so Vogler, als die gegründeten Gebäude, seine die Menschen, die Schwestern gewesen, die darin gearbeitet haben. Vogler betonte den sehr guten Ruf, den das NK bis heute überregional genießt. Wem das zu verdanken sei? Natürlich zu allererst der liebevollen Zuwendung der Schwestern, die in großer Selbstlosigkeit ihre Dienste taten, jedoch auch der exzellenten, ärztlichen Versorgung. „Stellvertretend für die vielen Schwestern, die über Jahrzehnte segensreich wirkten, möchten wir Ihnen heute Danke sagen.“ Sr. Sonja M. dankte im Anschluss für die Einladung und wies darauf hin, dass die Schwestern eben nicht nur im NK gearbeitet, sondern vor allem auch dort mit ganzem Herzen gelebt hätten. Sie waren es, die dem Krankenhaus, gemäß unserem Gründungs-auftrag, ein Gesicht gaben und viele waren nach ihrer Profess 40 – 50 Jahr dort.





Schließlich berichtete Sr. M. Daniela, die ja die komplette Zeit im NK miterlebt hat von einzelnen Erfahrungen und Entwicklungen: den Beginn der Säuglingspflege- und der Kinderkrankenpflegeschule, dem Start ind er Kapuzinerstraße (mit 20-30 Betten) und dem Umzug in das neue Gebäude, das Mutter Parmenia und Superior Keller mit viel Mut neu bauen ließen. Schwestern und die Vertreter aller Fraktionen des Gemeinderates hörten der Zeitzeugin interessiert zu. „Aufmerksam und mit liebvoller Zuneigung taten wir unseren Dienst. Mit liebevollem Herzen … und es gab keine Arbeitszeiten im heutigen Sinne. Durch unsere Liebe haben wir wohl manche Kinder gerettet…“, so Sr. M. Daniela.
Im neuen EK kamen dann zwischen 160 und 170 Kindern unter und bereits 1959, ein Jahr nach der Eröffnung, konnten schon über 2000 Aufnahmen von kranken Säuglingen und Kleinkindern verzeichnet werden. Sie erzählte von den strengen Regelungen der Besuchszeiten, da die Angst vor Ansteckung sehr groß war und viele der anwesenden Schwestern nickten bei diesen Ausführungen zustimmend.



Nach über zwei Stunden ging es dann wieder zurück nach Reute oder in den Ravensburger Konvent, natürlich nicht, ohne dass Sr. Sonja M. noch ein symbolisches und nährendes Dankeschön an OB Vogler übergab: Tee (den erprägte auch den Alltag im NK), Zopfbrot (den schließlich waren die Schwes-tern über viele Jahre Brot für die Menschen) und Kräutersalz (symbolisch für die Würze und das Zeugnis, welche die Schwestern über 50 Jahre ins NK eingebracht haben.




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