Franziskanerinnen von Reute
Home
Kontakt
Links
Download

Pater Heinrich Terfrüchte gestorben

Am 8. Mai 2009 kehrte P. Heinrich nach Deutschland zurück, nachdem er den größten Teil des Projektes „Wiederaufbau von Idanögawo“ auf der Insel Nias in Indonesien ausgeführt hatte.
P. Heinrich war ab Februar 2007 für drei Jahre freigestellt worden, um das von der Diözese Sibolga und den Franziskanerinnen von Reute-Sibolga gemeinsam zu bewältigende Großprojekt in Tetehösi (Idanögawo) zu leiten.

Dies war notwendig geworden, weil auch diese Station durch das gewaltige Erdbeben vom März 2005 vollständig zerstört worden war. Fertiggestellt waren bis Anfang Mai in Tetehösi die Kirche, das Pfarrbüro und das Pfarrhaus, die Poliklinik, das Schwesternhaus und ein Jungen–Internat.
Weitere Bauarbeiten führte P. Heinrich im Kinderdorf Gidö-Hiliweto durch. Hier stellte er das Säuglings- und Kleinkinderheim fertig, errichtete ein Angestelltenhaus und eine weitere Wohneinheit für die Kinder und begann mit der Renovierung der bestehenden Wohneinheiten.

Im Frühjahr 2009 hatten per Regierungsbeschluss alle ausländischen Hilfsorganisationen die Insel Nias zu verlassen. Da P. Heinrich bereits vorher schon Schwierigkeiten mit seinem Visum hatte und seine Gesundheit nicht mehr ganz stabil war, stellte er sich auf den allmählichen Abschied von seinem Werk ein.
Im Januar 2009 als er von verschiedenen Bauvorhaben schrieb, bemerkte er am Schluss: „Meine Kräfte werden wohl noch ausreichen, um all das noch zu organisieren. Wichtig wird sein, dass ich halbwegs gesund bleibe…“

Nach einer kurzen Erholungsphase in Deutschland zeigte sich, dass P. Heinrich an einem Gehirntumor erkrankt war. – Er war noch eine kurze Zeit in Frankfurt, wo sein neuer Einsatzort gewesen wäre, kam dann in die Raphaelsklinik nach Münster, wo er am 19. November sein Leben in Gottes Hand zurücklegte.

Wir Franziskanerinnen von Reute sind P. Heinrich zu großem Dank verpflichtet. Ohne seine Hilfe hätte die Station Tetehösi nicht in dieser qualifizierten Art und Weise wieder erstehen können. Das Gleiche kann für die Baumaßnahmen im Kinderdorf Hiliweto gesagt werden.
Mit dem Dank verbinden wir unser Gebet für ihn und wünschen ihm ewiges Leben und ewigen Frieden bei Gott.

 



Wasser suchen im Gelände von Tetehösi war eine mühsame Angelegenheit.

P. Heinrich war nicht nur Baumeister, sondern er stand auch Kranken und Sterbenden bei.

P. Heinrich während seines Einsatzes in Indonesien
© 2010 Kloster Reute, Impressum, Sitemap, Seite empfehlen!