Franziskanerinnen von Reute
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"Gemeinschaft und Gebet, sie tragen und stärken"



Sr. M. Armgard
kam mit 18 Jahren nach Reute, trat 1964 in die Kandidatur der Gemeinschaft ein und feierte 1967 ihre Profess.
Sie freut sich, wenn sie mit ihrer Aufgabe – ob durch ihre Fotos, Präsentationen oder ihren Dienst – anderen eine Freude machen kann. Aus dem, für mich, wohltuenden und intensiven Interview hier ein paar kurze Auszüge…

 


Sr. Armgard, was sollten Menschen, die dich erleben von dir wissen?

Also, wenn man mit mir spazieren geht, dann braucht man Zeit, weil ich oft stehen bleibe, wenn ich in der Natur etwas entdecke. Auch das Kleine am Wegrand erfreut  und ist ein Teil der Schöpfung. Es gibt ein Zitat (Japan) Ich sagte zum Mandelbaum: „Erzähl mir von Gott“ – und er blühte.





Was machst du in deiner freien Zeit noch gerne?
Für mich ist es schön, Stille um mich zu haben, ich lese gern, höre schöne Musik, das entspannt, oder ich mach auch mal etwas Kreatives, dann geh ich wieder gerne zum Dienst.  

Was erlebst du in unserer Gemeinschaft?
Ich fühle mich wohl und finde es wichtig, dass man in der Gemeinschaft daheim ist. Freude aneinander und Herzlichkeit erlebe ich z.B. bei gemeinsamen (Essens-) Zeiten am Tisch, beim miteinander Lachen und im Gespräch, darin spüren, dass man angenommen ist. Jede Schwester ist anders und wenn wir uns je auf unsere Art einbringen… das ist für mich dann Gemeinschaft!

Was ist dir am hl. Franziskus wichtig?
Dass man bei ihm, ob man will oder nicht, auf die Schöpfung stößt. Er hat um den hohen Wert gewusst als er den Sonnengesang geschrieben hat und er fordert wirklich ALLE Geschöpfe zum Lob Gottes auf…
Mir imponiert wie er die Einsamkeit gelebt hat, wenn er in einer Höhle saß und sich voll und ganz auf Gott konzentrierte, sich nach Gott ausrichtete  die Stille suchte, und  doch wieder zu den Menschen ging.

Und was wurde dir in deinem Leben wichtig?
Ganz wichtig war und ist die Gewissheit, dass man vom Gebet der Schwestern getragen ist. Dass auch in Zeiten, wo der Alltag mehr fordert, die Gemeinschaft und das Gebet einen tragen und stärken. Es geht  nicht nur darum äußerlich fromm zu sein und fest in der Kirche zu sitzen. Ja, ich meine, man sollte vielmehr bei sich daheim sein, sonst kommt Gott, klopft an und irgendwann heißt’s: „Ich wollt ja zu dir, aber du warst nicht daheim…“

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Die Offenheit auch weiterhin von der Liebe Gottes getragen zu werden und ich wünsche mir, dass Gott unsere Gemeinschaft erhält, dass wir SEINEN Segen spüren und weiterschenken dürfen.

Eine letzte Frage: Was ist deine Botschaft an die Menschen, die dieses Interview lesen?
Einfach nicht aufgeben!
Egal wo Sie sind – leben Sie IHRE Berufung in Treue und in Offenheit auf das hin, was ist und kommt.






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